Studium Generale - 46. Trimester


Mit dem “Studium Generale” bietet Ihnen Ihre Volkshochschule einen allgemein bildenden Lehrgang, der grundlegende Informationen aus den wichtigsten Wissensgebieten aus Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften präsentiert. Ziel ist es, ein profundes Allgemeinwissen zu vermitteln und den persönlichen Bildungsprozess anzuregen und zu vertiefen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Ein Neueinstieg in das Studium Generale ist zum Trimesterbeginn möglich.
Beachten Sie bitte: Durch Krankheit des Dozenten o.ä. können sich in der Themenauswahl oder der Reihenfolge der Termine auch während des Trimesters kurzfristig Änderungen ergeben!


Alle Vorträge werden auch per Livestream übertragen. Sie können sich online zuschalten.

Block I:  Immanuel Kant 1724 – 2024. Ein europäischer Denker
Refrent:  Herr Dr. Steffan Schmitt
18.4. / 25.4. 2024
Immanuel Kant: „Sapere aude“ und „Kategorischer Imperativ“
Immanuel Kant (1724-1804) ist einer der berühmtesten und folgenschwersten Philosophen aller Zeiten. Wie die anderen Aufklärer auch griff er die klassische Metaphysik an. Ihre Spekulationen galten ihm als „Skandal der Philosophie“. Kant ist der Höhepunkt der Aufklärung und zugleich ihr Überwinder. In seinem Kritizismus reflektiert er das menschliche Erkennen auf der Basis der Erfahrung ohne eine Welt, die über die menschliche Erfahrung geht, aufzugeben. Zwar sind die Dinge „an sich“ unerkennbar und die „Vernunftideen“ wie „Seele“, „Welt“ und „Gott“ nur „Regulative“ der Erfahrung, doch der Mensch erhebt sich über die kausal bedingte „Welt der Erscheinung“ durch die „Postulate der praktischen Vernunft“ wie „Freiheit“, „Unsterblichkeit“ und „Gott“. Das sittliche Handeln des Menschen ist im Kategorischen Imperativ begründet. Kants Denken prägte die Wissenschaft und Ethik bis auf den heutigen Tag.


Immanuel Kant und der „Weltfrieden“
Die Schrift „Zum ewigen Frieden“ zählt zu den bekanntesten Texten des weltberühmten Philosophen, der sich in ihr eingehend der Frage des Weltfriedens widmet und seine Bedingungen untersucht. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Aufklärung und ihrem Denken über die Menschen, Gesellschaften, Völker und unterschiedlichen Kulturen, die im Sinne der „Progression“ der einen Menschheit über den gemeinsamen Fortschritt eine gemeinsame bessere Zukunft schaffen sollen. Kant entwickelt aus seiner Moralphilosophie („Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“) heraus Prinzipien für die Politik, um zu klären, ob ein dauerhafter Frieden zwischen Staaten überhaupt möglich ist. Die notwendigen Maximen müssen dem Prinzip der Vernunft folgen. Kants Ideen zum Völkerrecht, sein Insistieren auf Verbindlichkeit von Abkommen und die Erklärung des Friedens als völkerrechtlichen Vertrag haben gewaltige Folgen gezeitigt: Die Charta der UNO stützt sich im Wesentlichen auf Kant.


Block II: Stadtgrün im Zeichen des Klimawandels – Bäume für die Zukunft Mehr Raum für Stadtbäume
Referent: Herr Daniel Richter, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege
02.05.2024 
Die Jahres-Durchschnittstemperaturen nehmen stetig zu und die räumliche sowie zeitliche Niederschlagsverteilung wird immer unregelmäßiger. Gleichzeitig ist eine zunehmende Verdichtung unseres Siedlungsraums zu erwarten. Daher wird das innerstädtische Grün als Schattenspender und Wasser- sowie Temperaturpuffer weiter an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig sind Pflanzen im urbanen Raum diversen Stressfaktoren ausgesetzt.
Vertreter von behördlicher und privater Seite sind seit Jahrzehnten damit beschäftigt Baumsortimente zu entwickeln, welche Herausforderungen wie Hitze, Trockenheit, Bodenverdichtung und -versiegelung standhalten, sowie gleichzeitig den Anforderungen an das Zusammenleben mit dem Menschen genügen.
Der Referent, Herr Daniel Richter,  vermittelt in diesem Vortrag mit welchen Problemen Pflanzen im Siedlungsbereich zurechtkommen müssen und gibt einen Überblick über entsprechende Sortimente.

Block III:  Die Erinnerungskultur zur Rosenheimer NS-Zeit – historische Entwicklung und heutige Aktivitäten
Referent: Herr Dr. Christian Höschler
16.05.2024
Die Erinnerungskultur zur Rosenheimer NS-Zeit hat in den letzten Jahren eine immer größere Bedeutung im städtischen Geschichtsbewusstsein erlangt. Der Vortrag bietet einen Überblick über die Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte und präsentiert aktuelle Projekte zur angemessenen Würdigung der Opfer und Überlebenden der NS-Verfolgung in Rosenheim. Hierzu zählen unter anderem Wandtafeln, Gedenkzeichen für individuelle NS-Verfolgte, die partizipative App #ROmember, schulische Initiativen zur Erinnerungsarbeit sowie laufende Forschungsprojekte.


Block IV: Warum sind wir, wie wir sind?
New York liegt im Neandertal - Neues und Überraschendes von Vorgestern
Referent: Michael Frowein
6.06. / 13.06. 2024
Der Vortrag "Warum sind wir, wie wir sind? New York liegt im Neandertal - Neues und Überraschendes von Vorgestern" entführt die Zuhörer auf eine faszinierende Reise durch die evolutionäre Geschichte des Menschen. Der Referent wirft einen unkonventionellen Blick auf die Entwicklung der menschlichen Spezies und verbindet dabei überraschende Erkenntnisse aus der Archäologie, Anthropologie und Genetik. Durch die Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart werden brisante Fragen aufgeworfen: Wie prägen unsere urzeitlichen Vorfahren noch heute unser Verhalten, unsere Entscheidungen und sogar unsere Städte? Die Zuhörer erwartet ein spannender Einblick in die Vielfalt menschlicher Entwicklung und die erstaunlichen Parallelen zwischen der Welt von gestern und der heutigen urbanen Landschaft von New York.

Block V: Von Woodstock in die Welt. Wie die 1960er-Jahre die Musikkultur veränderten
Referentin: Frau Dr. Irene Holzner
20.06. 2024
Von 15. bis 18. August 1969 fand in Bethel, einem kleinen Ort im Bundesstaat New York ein Musik-Festival statt, das unter dem Namen „Woodstock“ zur Marke, ja, zum Mythos geworden ist. Der Vortrag wird zeigen, wie dieses Festival aus heutiger Sicht beurteilt wird und wie es sich auf die Popkultur in Europa bis in die heutigen Tage ausgewirkt hat.


Block VI: Französische Musik
Opern von Gounod:  Roméo et Juliette
Das französische Chanson
Referentin: Frau Daniela Groth
27.06. / 4.7. 2024
Der Vortrag "Französische Musik: Opern von Gounod - Roméo et Juliette" entführt das Publikum in die faszinierende Welt der französischen Musik des 19. Jahrhunderts, insbesondere in die Meisterwerke von Charles Gounod. Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Oper "Roméo et Juliette", die auf Shakespeares zeitlosem Liebesdrama basiert. Die Referentin wird die Zuhörer durch die zauberhafte Musik von Gounod führen, die für ihre lyrische Schönheit und emotionale Intensität bekannt ist. Dabei werden nicht nur die musikalischen Höhepunkte beleuchtet, sondern auch der kulturelle Kontext und die Einflüsse, die zur Entstehung dieses beeindruckenden Werks beigetragen haben.

Der Vortrag "Das französische Chanson" lädt das Publikum zu einer klangvollen Reise durch die vielfältige und emotionale Welt des französischen Chansons ein. Die Referentin beleuchtet die Geschichte dieses einzigartigen Musikgenres, das für seine poetischen Texte, melodischen Raffinessen und interpretatorischen Nuancen bekannt ist. Von den nostalgischen Klängen der Chansonniers des 20. Jahrhunderts bis zu zeitgenössischen Künstlern wird die Entwicklung und die kulturelle Bedeutung des französischen Chansons aufgezeigt.

Block V: Künstlereliten im Exil
Referentin: Frau Marlies Lämmle
11.7.2024
Der Vortrag "Künstlereliten im Exil" bietet einen tiefgründigen Einblick in das faszinierende Schicksal von Künstlern, die aufgrund politischer, gesellschaftlicher oder kultureller Umstände gezwungen waren, ihre Heimat zu verlassen. Der Referent beleuchtet das Leben und Schaffen dieser Künstlereliten im Exil und zeigt auf, wie sich ihre Kunst in neuen Umgebungen entfaltet hat.



 10 Vormittage, 18.04.2024 - 11.07.2024
Donnerstag, 09:30 - 11:00 Uhr
09:30 - 11:00 Uhr
10 Termin(e)
Do 18.04.2024 09:30 - 11:00 Uhr Hans-Schuster-Haus, Innsbrucker Straße 3, 83022 Rosenheim, Raum: Saal 1, 1. OG
Do 25.04.2024 09:30 - 11:00 Uhr Hans-Schuster-Haus, Innsbrucker Straße 3, 83022 Rosenheim, Raum: Saal 1, 1. OG
Do 02.05.2024 09:30 - 11:00 Uhr Hans-Schuster-Haus, Innsbrucker Straße 3, 83022 Rosenheim, Raum: Saal 1, 1. OG
Do 16.05.2024 09:30 - 11:00 Uhr Hans-Schuster-Haus, Innsbrucker Straße 3, 83022 Rosenheim, Raum: Saal 1, 1. OG
Do 06.06.2024 09:30 - 11:00 Uhr Hans-Schuster-Haus, Innsbrucker Straße 3, 83022 Rosenheim, Raum: Saal 1, 1. OG
Do 13.06.2024 09:30 - 11:00 Uhr Hans-Schuster-Haus, Innsbrucker Straße 3, 83022 Rosenheim, Raum: Saal 1, 1. OG
Do 20.06.2024 09:30 - 11:00 Uhr Hans-Schuster-Haus, Innsbrucker Straße 3, 83022 Rosenheim, Raum: Saal 1, 1. OG
Do 27.06.2024 09:30 - 11:00 Uhr Hans-Schuster-Haus, Innsbrucker Straße 3, 83022 Rosenheim, Raum: Saal 1, 1. OG
Do 04.07.2024 09:30 - 11:00 Uhr Hans-Schuster-Haus, Innsbrucker Straße 3, 83022 Rosenheim, Raum: Saal 1, 1. OG
Do 11.07.2024 09:30 - 11:00 Uhr Hans-Schuster-Haus, Innsbrucker Straße 3, 83022 Rosenheim, Raum: Saal 1, 1. OG
Dr. Stefan Schmitt

Dr. Christian Höschler

Marlies Lämmle

Daniel Richter

Daniela Groth

Michael Frowein
242.RO.200.01.01
Kurspreis:
100,00
(nicht rabattierbar) (gültig ab 14 Teilnehmenden)
Kleingruppenpreis: 130,00 € (nicht rabattierbar) (gültig von 12 bis 13 Teilnehmenden)

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  1. Weitere Veranstaltungen von Dr. Stefan Schmitt

    1. Studium Generale - 45. Trimester241.RO.200.01.01

      18.01.24 - 11.04.24 (10-mal) 09:30 - 11:00 Uhr
      Rosenheim
      noch 12 Plätze frei
      (noch 12 Plätze frei)
  2. Weitere Veranstaltungen von Dr. Christian Höschler

    1. Ringvorlesung: Heldinnen und Helden241.RO.101.01.01

      20.03.24 - 04.12.24 (8-mal) 19:30 - 21:00 Uhr
      Rosenheim
      Plätze frei
      (Plätze frei)
    2. Zwischen Heldentum und Verwerflichkeit: Biographische Spurensuche im Stadtarchiv Rosenheim243.RO.101.01.013

      18.11.24 (1-mal) 19:30 - 21:00 Uhr
      Rosenheim
      Plätze frei
      (Plätze frei)
  3. Weitere Veranstaltungen von Marlies Lämmle

    1. Schloss Schleißheim- eine Führung242.RO.109.02.01

      04.05.24 (1-mal) 14:00 - 17:30 Uhr
      Oberschleißheim
      Plätze frei
      (Plätze frei)